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Entwicklung der Weltwirtschaft

Nach einem Wachstum von 3,8 % im Vorjahr ist die Weltwirtschaft im Jahr 2007 real um 3,5 % gewachsen. Vor allem getragen von einer robusten Entwicklung in Asien lag es damit über dem im Jahr 2006 prognostizierten Wachstum von 3,2 %.

Die gesamtwirtschaftliche Konjunktur hat sich vor allem als Folge der Finanzkrise in den USA und stark gestiegener Rohstoffpreise gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächt, sich aber positiver entwickelt als erwartet. Die globalen Wachstumsimpulse für die Chemieindustrie haben etwas nachgelassen.

In der zweiten Jahreshälfte haben die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten eine Vertrauenskrise in der Finanzbranche ausgelöst und zu erhöhten Finanzierungskosten, Risikoprämien und Kreditstandards geführt. Der in einigen Ländern lang andauernde Immobilienboom ist umgeschlagen, insbesondere in den USA. Die Investitionskonjunktur hat sich vor allem in den Industrieländern abgeschwächt. In China und einigen Ländern Asiens blieb die Expansion dagegen ungebrochen dynamisch, und die rohstoffexportierenden Länder haben ihre enormen Exporterlöse rasch in Nachfrage umgesetzt.

Bruttoinlandsprodukt 2007
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Bruttoinlandsprodukt 2007 (Balkendiagramm)

Weltwirtschaftliche Entwicklung

  • Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um 3,5 %
  • Insgesamt weniger starke Entwicklung als in den Vorjahren durch Kreditkrise in den USA sowie gestiegenen Ölpreis
  • Abschwächung der globalen Wachstumsimpulse für die chemische Industrie

In der Europäischen Union war die Konjunktur relativ robust und entwickelte sich besser als erwartet. Das Wachstum war getragen von Investitionen und starker ausländischer Nachfrage. Es fiel mit 2,8 % erstmals seit Jahren höher aus als in den USA. Das Konsum- und Geschäftsklima zeigte im Verlauf des Jahres 2007 Abschwächungstendenzen. Deutschland fungierte als Motor der europäischen Wirtschaft, die sich im Zuge der Finanzkrise in den USA erst zum vierten Quartal hin abkühlte.

In den USA wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit 2,2 % wesentlich schwächer als im Vorjahr: die Krisen am Finanz- und Immobilienmarkt bremsten die Entwicklung im Bausektor und beim Konsum. Höhere Zinsen und negative Vermögenseffekte infolge fallender Immobilienpreise dämpften den privaten Verbrauch.

Die Wirtschaft Japans ist um 2,0 % gewachsen, die politischen Umstrukturierungen der vergangenen Jahre haben das Vertrauen der Investoren gestärkt und zu steigenden Investitionen geführt.

Besonders Asien (ohne Japan) übertraf die Erwartungen und erzielte mit 8,4 % erneut ein sehr starkes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Dies ist auf eine gute Investitionskonjunktur und einen enormen Anstieg des innerasiatischen Handels, aber auch auf eine vitale globale Nachfrage nach asiatischen Produkten zurückzuführen. Wie auch im Vorjahr, wuchs China trotz staatlicher Dämpfungsmaßnahmen mit 11,4 % stärker als erwartet.

Mit einem Wachstum von 4,6 % hat die globale Industrieproduktion im Jahr 2007 annähernd die hohe Dynamik von 2006 fortgesetzt. Dies ist überwiegend der starken Expansion der Investitionsgüterindustrie zu verdanken.

Entwicklung in den Regionen

  • Europäische Union: Robustes Wachstum von 2,8 % durch starke Außennachfrage und Investitionen
  • USA: Schwächeres Wachstum von 2,2 % durch Krisen am Finanz- und Immobilienmarkt
  • Japan: Wachstum von 2,0 %, stärkeres Vertrauen der Investoren
  • Asien (ohne Japan): Starkes Wachstum von 8,4 % dank guter Investitionskonjunktur und Nachfrage

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