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Forschung und Entwicklung der BASF-Gruppe

Die innovative Chemie der BASF ist Wachstumsmotor für viele Branchen und wichtiger Impulsgeber für neue Produkte, Technologien und Prozesse. Unser Know-how und unsere Produkte bieten Antworten für die großen gesellschaftlichen Themen und ermöglichen unseren Kunden, langfristig erfolgreich zu sein. Ihr Erfolg sichert profitables Wachstum und nachhaltigen Geschäftserfolg für die BASF.

Unsere vier globalen Technologieplattformen Polymerforschung, Forschung Wirk- und Effektstoffe, Forschung und Technologie Chemikalien sowie Forschung Pflanzenbiotechnologie fungieren als Wissens- und Kompetenzzentren, in denen unsere Forscher gemeinsam mit Kunden, Start-up-Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten die Chemie der Zukunft entwickeln.

Kundenbedürfnisse und technologischer Fortschritt sind die wesentlichen Innovationstreiber unserer Forschung. Auch im Jahr 2007 haben wir unsere Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung weiter ausgebaut. Die Ergebnisse sind vielfältig: Sie reichen vom neuen Raffineriekatalysator NaphthaMax®, über das Bindemittel COL.9® für schmutzabweisende Fassadenfarben mit nanostrukturierter Oberfläche bis hin zu Ludiflash®, einem Hilfsmittel für die rasche Auflösung von Arzneistoffen zur oralen Anwendung.

Unsere pflanzenbiotechnologische Forschung erhält neue wertvolle Impulse durch die Zusammenarbeit mit Monsanto. Im Laufe der Kooperation sollen Nutzpflanzen entwickelt und vermarktet werden, die beispielsweise gegen Trockenheit widerstandsfähiger sind und höhere Erträge liefern. Weitere Zukunftsmärkte, in denen die BASF aktiv ist, sind zum Beispiel die organische Photovoltaik und Lithiumionenbatterien zur Stromspeicherung. Gemeinsam mit Partnerunternehmen haben wir hier Forschungskooperationen gestartet. Eine weltweite Vernetzung mit Industriepartnern und namhaften Universitäten sind wichtige Erfolgsfaktoren für effiziente und zukunftsorientierte Forschung. Unser Netzwerk erstreckt sich über 1.800 Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Start-up-Unternehmen und Industriepartnern. Mit der Harvard University haben wir eine interdisziplinäre Forschungsinitiative ins Leben gerufen, hauptsächlich um innovative Produkte für die Medizintechnik zu erforschen.

Forschungskosten der Segmente

Forschungskosten der Segmente (Tortendiagramm)

Weltweit waren 2007 über 8.600 BASF-Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Wir haben 1.380 Millionen € aufgewendet im Vergleich zu 1.277 Millionen € im Jahr 2006. Für 2008 planen wir Aufwendungen von 1.450 Millionen € – weltweit wendet kein anderes Unternehmen mehr Mittel für chemische Forschung auf. Ein Drittel davon wird in Produkte und Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und für den Klimaschutz investiert. Im Jahr 2007 hat die BASF 1.140 Patente angemeldet.

Ab 2010 wollen wir allein aus Produktinnovationen jährliche Umsätze von über 4 Milliarden € erzielen. Davon werden bis zu 20 % der Umsätze zusätzlich sein, also nicht durch Ersatz bestehender Produkte erwirtschaftet. Knapp 80 % der Aufwendungen im Jahr 2007 lagen in der operativen Verantwortung der Unternehmensbereiche. Über 20 % betrafen die weiter in die Zukunft gerichtete Konzernforschung.

Um unsere Forschungsprozesse kontinuierlich effektiver zu gestalten, haben wir in den vergangenen Jahren neue Methoden, wie etwa den Phase-Gate-Prozess, für unsere Projekt- und Portfoliosteuerung eingeführt. Eine höhere Effizienz der Forschung und Entwicklung erwarten wir durch die Vereinbarungen im Rahmen des Zukunftspakts Forschung am Standort Ludwigshafen/Limburgerhof. Hierin werden Führungs- und Personalinstrumente, Projektmanagement und Ablauforganisation sowie das Kompetenzmanagement weiterverbessert.

Forschung und Entwicklung

  • Mit Aufwendungen von 1.380 Millionen € im Jahr 2007 weltweit führend in der chemischen Industrie
  • Über 1.800 Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Start-up-Unternehmen und Industriepartnern
  • Ab 2010 jährliche Umsätze von über 4 Milliarden € aus Produktinnovationen/ul>

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den
Wachstumsclustern 2006 – 2008(Millionen €)

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Wachstumsclustern 2006 – 2008 (Tortendiagramm)

Konzernforschung

Mit der bereichsübergreifenden Konzernforschung setzen wir ein strategisches Instrument ein, um Wachstumsfelder zu erschließen und die technische und methodische Kompetenz der BASF langfristig zu sichern. Hierbei konzentrieren wir uns auf fünf Wachstumscluster, welche die wichtigsten Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft umfassen: Energiemanagement, Nanotechnologie, Weiße Biotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und Rohstoffwandel. Im Rahmen unserer Strategie „We innovate for growth“ vernetzen wir die Chemie mit den verwandten Naturwissenschaften. Die Cluster bilden somit einen Querschnitt verschiedener Technologien und spiegeln die Breite unseres Wissensverbunds wider. In den Jahren 2006 bis 2008 investieren wir über 900 Millionen € in unsere Wachstumscluster. Von Innovationen, die aus den Projekten der Wachstumscluster hervorgehen, erwartet die BASF ab 2015 zusätzliche jährliche Umsätze von 2 bis 4 Milliarden €.

Die Entwicklung neuer Technologien und Materialien für Energiespeicherung und -umwandlung steht beim Energiemanagement im Vordergrund. Unser neues Labor für Organische Elektronik in Singapur sowie die Forschungskooperationen im Bereich der organischen Photovoltaik und der Lithiumionenbatterien zur Stromspeicherung stärken unsere Aktivitäten in diesem Cluster. Die im Jahr 2006 akquirierte PEMEAS, ein führender Hersteller von Komponenten für Brennstoffzellen, wurde vollständig in unsere Forschung im Bereich der Brennstoffzellen integriert.

Nanostrukturierte Oberflächen und molekulare Architektur eröffnen neue Möglichkeiten für Produkte und Lösungen. Die vielfältigen Anwendungsgebiete umfassen beispielsweise schmutzabweisende Textilien und Gebäudeanstriche, schnell verarbeitbare Kunststoffkomponenten sowie Sonnenschutzpigmente. Die ersten Produkte aus diesem Wachstumscluster sind bereits in der Markteinführung.

Wir betrachten die Bio- und Gentechnik als eine weitere Schlüsseltechnologie im 21. Jahrhundert. Sie ermöglicht zahlreiche Produkt- und Verfahrensinnovationen, die auf anderen Wegen meist nicht zu erreichen wären. Unsere Forschung in der Weißen Biotechnologie konzentriert sich auf drei Bereiche: Enzymkatalyse zur Herstellung von Spezialchemikalien, Fermentation auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie industrielle Proteine und andere Biopolymere. So testen wir derzeit gemeinsam mit Kunden verschiedene Anwendungen von Hydrophobin, einem Protein aus Pilzen, welches zukünftig Autoscheiben und andere Oberflächen wasserabweisend machen kann.

Im Wachstumscluster Pflanzenbiotechnologie entwickeln wir Pflanzen für eine leistungsfähigere Landwirtschaft, eine gesündere Ernährung sowie für die verbesserte Nutzung als nachwachsende Rohstoffe. Die Zusammenarbeit mit Monsanto, dem führenden Unternehmen im Bereich der Pflanzenbiotechnologie, sowie die bevorstehende Zulassung der Stärkekartoffel Amflora belegen die Erfolge unserer Forschung in diesem Bereich.

Im Wachstumscluster Rohstoffwandel untersuchen wir für unsere Wertschöpfungsketten alternative Ausgangsstoffe zu Erdöl, unter anderem nachwachsende Rohstoffe und Erdgas.

Weitere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unserer Segmente sind im Kapitel „Die Segmente der BASF“ zu finden.

WACHSTUMSCLUSTER

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Chemie und anderen Naturwissenschaften
  • Von 2006 bis 2008 über 900 Millionen € Investitionen geplant
  • Ab 2015 zusätzliche jährliche Umsätze von 2 bis 4 Milliarden € aus Projekten der Wachstumscluster erwartet

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