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Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2008 erwarten wir ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 %. Die Finanz- und Immobilienkrise in den USA wirkt sich auch auf die globale Konjunktur aus, die sich im Vergleich zum Vorjahr leicht abschwächen wird. In den Folgejahren erwarten wir ein Wachstum von über 3 %.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2008
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2008 (Balkendiagramm)

Wir rechnen mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von 2,0 % in der Europäischen Union. Der hohe Eurokurs und das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft werden einen Rückgang der Exporte zur Folge haben. Dieser kann nur teilweise durch die Binnennachfrage und eine belebte Investitionstätigkeit ausgeglichen werden. Mittelfristig erwarten wir ein Wachstum von knapp über 2 % pro Jahr.

In den USA wird sich die Wirtschaft im Jahr 2008 als Folge der Kreditkrise auf ein Wachstum von 1,6 % abschwächen. Dies liegt zum einen an rückläufigen Bauinvestitionen und zum anderen am privaten Konsum, der durch negative Vermögenseffekte und hohe Energiekosten gedämpft wird. Mittelfristig gehen wir von einem Wachstum von 2,5 % pro Jahr aus.

Trends 2008 – 2010
Durchschnittliche reale jährliche Veränderung

Trends 2008 – 2010 (Balkendiagramm)

Der steigende Yen und eine nachlassende Exportnachfrage verlangsamen das Wachstum in Japan.

Asien (ohne Japan) bleibt trotz einer leichten Abschwächung im Jahr 2008 mit einem Wachstum von über 7 % der Motor der Weltwirtschaft. Der intensive Handel innerhalb der Region, die anhaltende Investitionsdynamik und der steigende Konsum sind die entscheidenden Stützen. China wird trotz nachlassender Nachfragedynamik aus den anderen Regionen und einer dämpfenden Wirtschaftspolitik mit knapp 10 % weiterhin stark wachsen. Für die Jahre 2008 bis 2010 erwarten wir, dass sich das Wirtschaftswachstum in Asien auf knapp über 7 % verlangsamt.

In Südamerika rechnen wir für 2008 weiterhin mit einem soliden Wirtschaftswachstum von knapp 5 %. Die Kreditkrise in den USA wird die Wirtschaft in der Region kaum belasten. Da Südamerika in starkem Maße Rohstoffe exportiert, bedeuten die anhaltend hohen Rohstoffpreise, dass sich die Exporterlöse der Region auf hohem Niveau stabilisieren. Der stark überbewertete Real wird sich negativ auf die Industrieexporte auswirken.

FOLGENDE ANNAHMEN LIEGEN UNSERER GESCHÄFTSPLANUNG 2008 ZU GRUNDE

  • Moderate Abschwächung auf ein weltweites Wirtschaftswachstum sowie ein Wachstum der Chemieproduktion (ohne Pharma) von 2,8 %
  • Im Jahresverlauf 2008 sinkende Zinsen in den USA und moderate Folgereaktionen in Europa
  • US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,45 US$ pro €
  • Ölpreis von 78 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt 2008

Ausblick zur Chemieproduktion 2008 (ohne Pharma)
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Ausblick zur Chemieproduktion 2008 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)

Aussichten in der chemischen Industrie

Wir erwarten für 2008 ein Wachstum der weltweiten Chemieproduktion von 2,8 %. Den mittelfristigen Wachstumstrend schätzen wir auf 3,3 % pro Jahr.

In der Europäischen Union wird die Chemieproduktion 2008 schwächer wachsen als die Gesamtwirtschaft und die Industrie und sich mittelfristig nur wenig auf ein Wachstum von knapp unter 2 % erholen.

Die Schwächephase in der Chemieproduktion in den USA hält trotz verbesserter Exportbedingungen auch 2008 an. Mittelfristig rechnen wir jedoch mit einer Stabilisierung der Baukonjunktur und einer Belebung der industriellen Nachfrage mit daraus resultierenden Wachstumsimpulsen für die Chemieindustrie.

In Japan wird die Chemieproduktion auch im Jahr 2008 unter dem Industriewachstum liegen und weiter zurückgehen. Dies liegt unter anderem an der Aufwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar und an steigenden Importen.

Trends 2008 – 2010 (ohne Pharma)
Durchschnittliche reale jährliche Veränderung

Trends 2008 – 2010 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)

Die Chemieproduktion in Asien (ohne Japan) wird sich moderat auf rund 7 % abschwächen, wobei China mit 9 % weiterhin stärker wachsen wird. Die Kreditkrise in den USA berührt Asien weniger stark, da in den vergangenen Jahren die Bedeutung des Handels innerhalb der Region zugenommen hat. Diese Entwicklung wird getrieben von der dynamischen Industriekonjunktur und hohen Investitionen in Indien und China. Die Region profitiert vom starken Wachstum der industriellen Abnehmerbranchen und könnte den bestehenden Wachstumstrend auch in den Jahren 2008 bis 2010 aufrechterhalten. Somit bleibt Asien der Wachstumsmotor.

Das Wachstum der Chemieproduktion in Südamerika wird sich im Jahr 2008 auf knapp 4 % abschwächen. Die Stärke des Real dämpft die Exportimpulse für die Industrie und auch für die Chemie.

AUSSICHTEN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE FÜR 2008:
WELTWEITES WACHSTUM VON 2,8 %

  • Europäische Union: Abschwächende Wachstumsdynamik von 1,5 % infolge des starken Euro
  • USA: Nullwachstum der Chemieproduktion bei verbesserter Exportaussicht
  • Japan: Rückläufige Chemieproduktion wegen Aufwertung des Yen und steigenden Importen
  • Asien (ohne Japan): Leicht abgeschwächtes Wachstum von gut 7 % bei weiterhin dynamischer Industriekonjunktur
  • Südamerika: Wachstum der Chemieproduktion von knapp 4 %

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